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Definition des
Geradenbegriffs
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Eine
Gerade ist eine
(unendlich lange) Linie ohne Endpunkte, die folgende besondere
Eigenschaft besitzt:
Legt man auf einer Geraden irgendwo
zwei Punkte P und Q fest, so ist der Linienabschnitt zwischen P und Q
die Strecke PQ .
Eine Gerade kann, weil sie unendlich lang ist, ohnehin nicht
vollständig gezeichnet werden; deshalb haben wir in diesem Schaubild
auch darauf verzichtet, die Linie bis zum Blattrand zu zeichnen. Dass
es sich um eine Gerade und nicht um eine Strecke handeln soll, erkennt
man daran, dass keine Endpunkte markiert worden sind.
Bezeichnungen für Geraden:
- In der Regel kleine Druckbuchstaben
verwandt: g, h, i, k, l, ...
- Reichen die Buchstaben nicht aus, können auch Indizes zu Hilfe
genommen
werden: g1, g2, g3, ...
- Sind auf einer Geraden zwei Punkte P und Q (wie in dem Schaubild
oben)
festgelegt worden, so bezeichnet man die Gerade auch mit dem
Symbol PQ (gelesen: Gerade-P-Q) oder dem Symbol QP
(gelesen: Gerade-Q-P).
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Geraden und Punkte
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Durch jeden Punkt in der Ebene
verlaufen unendlich viele verschiedene Geraden. Alle Geraden, die durch
einen vorgegebenen Punkt verlaufen, bilden das zu diesem Punkt
gehörende
Geradenbüschel.
Durch je zwei verschiedene Punkte verläuft stets nur genau eine Gerade.
Auf diesen Sachverhalt haben wir bereits aufgebaut, als wir im
vorangehenden Abschnitt die
Bezeichnung einer Geraden mit Hilfe zweier ihrer Punkte einführten.
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Lagebeziehungen von
Geraden
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Für je zwei Geraden g und h trifft immer genau eine der folgenden
Lagebeziehungen zu:
- g und h haben keinen gemeinsamen Punkt.
Dann sagt man, die beiden
Geraden sind parallel und
schreibt kurz: g || h .
- g und h haben genau einen gemeinsamen Punkt S.
Dann sagt man, g
und h schneiden sich im Punkt
S.
- g und h haben alle Punkte gemeinsam.
Dann sagt man, g und h sind identisch
und schreibt kurz g = h .
Graphische Kennzeichnung
- Zwei Geraden, die als parallel angesehen werden sollen, werden
mit zwei gleich gerichteten Pfeilspitzen gekennzeichnet.
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Halbgeraden
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Legt man auf einer Geraden einen Punkt fest, so zerteilt man damit eine
Gerade in zwei
Halbgeraden,
die auch
Strahlen genannt
werden. Der zerteilende Punkt gehört zu beiden Halbgeraden; er wird
Anfangspunkt der Halbgeraden
genannt.
Das Schaubild zeigt insgesamt drei Halbgeraden. Zwei Halbgeraden haben
denselben Anfangspunkt A. Die dritte hat einen eigenen Anfangspunkt B.
Sowohl im Punkt A als auch im Punkt B beginnen unendlich viele
Halbgeraden, die hier nicht gezeichnet worden sind. Hätten wir sie alle
eingezeichnet, wäre das ganze Zeichenblatt schwarz!
Unter den weiteren Halbgeraden, die im Punkt B entspringen, gibt es
genau eine, die zusammen mit g
3 eine Gerade bildet. Um sie
darzustellen, müsste man ein Lineal an die Gerade g
3 anlegen
und dann diese Linie über den Punkt B hinaus verlängern.
Bezeichnungen für Halbgeraden:
- Es werden die gleichen kleinen Buchstaben wie für Geraden
verwandt: g, h, i, k, ...
- Wie bei Geraden kommen auch oft Indizes zum Einsatz, um
Halbgeraden namentlich voneinander zu unterscheiden: g1, g2,
g3, ...
- Eine Halbgerade, die den Anfangspunkt R besitzt und durch den
Punkt S verläuft, wird mit dem Symbol RS (gelesen: Halbgerade-R-S),
nicht aber mit dem Symbol SR bezeichnet. Beispielsweise trägt in dem
folgenden Schaubild die Halbgerade h den Namen BC, nicht aber den Namen
CB.
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Ergänzungen
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- noch unbesetzt -