 |
Definition des Begriffs
|
Ein Term ist ein schriftlicher Ausdruck, dessen Wert berechnet werden
kann.
Beispiele:
- (35 – 79) + a
ist ein Term.
Vereinbaren wir, dass der Buchstabe a den Platz für die Zahl 50 hält,
dann gilt:
(35 – 79) + a = (35 – 79) + 50 = –44 + 50 = 6
- 68 + – (( ist
kein Term, weil
- weder zwei Rechenzeichen aufeinandertreffen dürfen
- noch eine öffnende Klammer ohne einen schließenden Partner
vorkommen darf
- |–12| – (a –b)
ist ein Term.
Vereinbaren wir, dass a den Platz für die Zahl 144 und b den Platz für
die Zahl 3 halten soll, dann gilt:
|–12| – (a – b) = |–12| – (144 – 3) = 12 – 141 = –129
- #? = 45
ist kein Term, weil # und ? keine Zeichen
sind, mit denen gerechnet werden kann.
Termbauregeln
- Folgende Elemente dürfen in einem Term auftreten:
- Zahlen
- Rechenzeichen
- Klammern
- Buchstaben, die den Platz für eine Zahl halten
- Funktionszeichen (wie zum Beispiel Betragsstriche)
- Die Anordnung der in einem Term vorkommenden Elemente muss sinnvoll sein, wie das zweite
Beispiel gezeigt hat.
 |
Klammern in Termen
|
Klammern legen die Reihenfolge fest, in der die Rechenoperationen eines
Terms ausgeführt werden.
Klammerregel
Rechenoperationen, die in einer Klammer
stehen, sind vorrangig
auszuführen.
Beispiele:
- 23 – (100 – 48) = 23 – 52 = –29
- (23 – 100) – 48 = –77 – 48 = –125
- 5 – (4 – (3 – 2)) = 5 – (4 – 1) = 5 – 3 = 2
Zur besseren Orientierung werden die äußeren Klammern auch eckig
notiert, wenn zwei Klammerpaare ineinander geschachtelt sind:
5 – (4 – (3 – 2)) = 5 –
[4 – (3 – 2)]
 |
Klammern sparen |
Die ersten beiden Beispiele (s.o.) zeigen, dass die Rechenreihenfolge
eigentlich immer durch Klammersetzung geregelt werden müsste, wenn ein
Term mehr als eine Verknüpfung enthält.
(1 + ((2 + 3) + 4)) + 5) + 6
Eine solche vollständige Regelung der Rechenreihenfolge durch Klammern
ist jedoch nicht nur sehr umständlich; sie ist auch immer dann
überflüssig, wenn das Assoziativgesetz gilt.
1.
Klammerspargesetz (Assoziativgesetz)
(a + b) + c = a + (b + c) = a + b + c
Das Assoziativgesetz sagt aus, dass der Wert eines Terms nicht von der
Art der Klammersetzung abhängt; also können die Klammern auch
weggelassen werden:
(1 + ((2 + 3) + 4)) + 5) + 6 = 1 + 2 +
3 + 4 + 5 + 6
Die ersten beiden beiden Beispiele (s.o.) zeigen, dass das
Assoziativgesetz nicht für die Subtraktion gilt.; deshalb dürfen in dem
Term
(1 – ((2 – 3) – 4)) – 5) – 6
die Klammern nicht einfach weggelassen werden. Um sich auch dann
das Setzen von Klammern sparen zu können, wenn das
Assoziativgesetz nicht gilt, wird folgende Regel vereinbart:
2.
Klammerspargesetz (Von-Links-Nach-Rechts-Regel)
Die Rechenoperationen eines Terms
werden von links nach rechts ausgeführt, wenn die Rechenreihenfolge
nicht durch Klammern vorgeschrieben wird.
Mit dieser Regel können auch in Subtraktionstermen all jene Klammern
gespart werden, die nur die Von-Links-Nach-Rechts-Regel ausdrücken.
(1 – ((2 – 3) – 4)) – 5) – 6 = 1
– (2 – 3 – 4) – 5 – 6
Das letzte verbleibende Klammerpaar muss in diesem Beispiel stehen
bleiben, weil es erzwingen soll, dass die Von-Links-Nach-Rechts-Regel
durchbrochen wird.
Die Von-Links-Nach-Rechts-Regel passt zur Interpretation der
Subtraktion als Additon. Wird die Subtraktion als Addition
interpretiert, erhält man dasselbe Ergebnis
wie bei einer Rechnung „von links nach rechts“.
Beispiel:
23 – 100 – 48 = –77 – 48 =
–125
(„Von links nach rechts”)
23 – 100 – 48 = 23 + (–100) + (–48) =
[23 + (–100)] + (–48) = –77 + (–48) = –125
23 – 100 – 48 = 23 + (–100) + (–48) = 23 + [(–100) + (–48)] = 23 +
(–148) = –125
Im Zusammenhang mit den Punktrechenarten wird spätere eine weitere
Klammersparregel eingeführt und erläutert werden; diese wird hier nur
der Vollständigkeit halber erwähnt.
3.
Klammerspargesetz („Punktrechnung vor Strichrechnung“)
Treten in einem Term Punkt- und
Strichrechnungen auf, sind die Punktrechnungen vorrangig auszuführen,
wenn nicht Klammern eine andere Reihenfolge vorschreiben.
 |
Termbäume |
Mit Hilfe von Termbäumen kann der rechnerische Aufbau eines Terms
grafisch veranschaulicht werden:
Erläuterung:
- Die Rechenoperationen in den inneren Klammern haben Vorrang.
- Weil die innernen Klammern durch Rechenzeichen voneinander
getrennt sind, können sie gleichzeitig ausgeführt werden; sie bilden
die Rechenoperationen der 1. Ebene.
- Nach diesen ersten drei Rechnungen besitzt der Term nur noch ein
Klammerpaar; das ist das ehemals äußere; die Rechenoperation in dieser
Klammer hat nun Vorrang (2. Ebene).
- Zuletzt bleibt nur noch eine Rechenoperation übrig (3. Ebene).
Die Berechnung ohne einen Baum erfolgt auf gleiche Weise:
(94 + 23) – [(96 – 47) – (56 – 24)]
= 117 – [49 – 32]
= 117 – 17
= 100
Bei der Berechnung eines Terms ist ein
Missbrauch des Gleichheitszeichens
zu vermeiden; die folgende Rechnung enthält
vier ungültige
Gleichheitszeichen!
(94 + 23) – [(96 – 47) – (56 – 24)]
=
96 – 47 = 49 = 56 – 24 =
32 = 49 – 32 = 17
= 117 – 17
= 100
 |
Terme mit großen Zahlen
|
Terme mit großen Zahlen werden grundsätzlich auf gleiche Weise
fortlaufend berechnet, wie es in dem vorangehenden Abschnitt gezeigt
wurde. Die erforderlichen Nebenrechnungen werden deutlich sichtbar
ausgelagert:
–3465 – [–1298 + (– 3461 +
9658)] = –3465 – [–1298 + 6197] = –3465 – 4899 = –8364
Wichtige Hinweise:
- In schriftlichen Nebenrechnungen werden nur stets Beträge
(natürliche
Zahlen) benutzt.
- Subtraktionen werden immer so angelegt, dass die Differenz
positiv ist.